Online-Eheberatung: Angebote, Kosten und wo sie kostenfrei ist
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Eheberatung online: kostenfreie Angebote bei EFL, Diakonie und pro familia, wie der Zugang läuft, was private Anbieter kosten und wann eine Therapie der richtige Weg ist.
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Verfasst von Jan-Henrik Behrens, Betreiber von Online-Therapie-Vergleich.de · Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Zur Bewertungsmethodik
Wer nach Eheberatung sucht, sucht selten aus Neugier. Meist liegt ein Gespräch zurück, das anders endete als geplant, oder eine Frage, die nicht mehr weggeht. Und meist steht die Suche unter einem doppelten Vorbehalt: Was kostet das, und muss ich dafür kirchlich sein?
Beide Fragen lassen sich klar beantworten. Eheberatung gehört zu den wenigen Hilfsangeboten in Deutschland, die es flächendeckend, ohne Diagnose, ohne Antrag und oft ohne Kosten gibt – getragen von Caritas, Diakonie, pro familia und kommunalen Stellen. Dieser Artikel erklärt, wie diese Stellen arbeiten, was sie verlangen, wo die Grenze zur Psychotherapie liegt und welche privaten Online-Angebote es daneben gibt. Die Angaben zu den Beratungsträgern sind an deren Primärquellen belegt; die Preise der privaten Anbieter geben deren eigene Angaben mit Stand September 2026 wieder. Die vollständige Preisübersicht mit Rechenbeispielen steht unter Was eine Paartherapie kostet.
Zur Größenordnung: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2025 in Deutschland rund 130.100 Ehen geschieden, im Durchschnitt nach 14 Jahren und 7 Monaten; bei 51,7 Prozent dieser Scheidungen waren minderjährige Kinder betroffen, insgesamt etwa 113.400. Eheberatung setzt meist deutlich vor diesem Punkt an – manchmal auch danach.
Wenn es jetzt nicht warten kann: Bei akuten Krisen und bei Gedanken daran, nicht mehr leben zu wollen, ist keine Wartezeit zumutbar und keine Beratungsstelle der richtige Weg. Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr), ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, im Notfall 112. Die psychiatrische Notaufnahme einer Klinik nimmt dich ohne Termin und ohne Überweisung.
Was Eheberatung ist – und wo sie an ihre Grenze kommt
Eheberatung ist Beratung, nicht Heilbehandlung. Sie arbeitet an der Beziehung: an Kommunikationsmustern, Rollen und Erwartungen, an Konflikten um Geld, Kinder, Nähe oder Herkunftsfamilien, an Vertrauensbrüchen und an der Frage, ob und wie es weitergeht. Sie setzt keine Diagnose voraus und stellt keine.
Psychotherapie dagegen ist die Behandlung einer diagnostizierten Erkrankung bei einer versicherten Person: nach der Psychotherapie-Richtlinie, durch approbierte Fachkräfte, getragen von der gesetzlichen Krankenversicherung. Beziehungsthemen können darin vorkommen – die Beziehung selbst ist aber nicht die behandelte Größe.
| Eheberatung | Paartherapie | Psychotherapie | |
|---|---|---|---|
| Gegenstand | die Partnerschaft, konkrete Konflikte, Entscheidungen | zusätzlich tiefer liegende Muster und Verletzungen | eine diagnostizierte Erkrankung bei einer Person |
| Setting | Paar- oder Einzelgespräche, meist wenige Termine | Paargespräche, oft längerfristig | Einzel- oder Gruppentherapie nach Richtlinienverfahren, im Mehrpersonensetting der Systemischen Therapie auch mit Bezugspersonen |
| Qualifikation | Fachkräfte mit psychologischem, pädagogischem, sozialem oder theologischem Grundberuf und mehrjähriger Beratungsweiterbildung | unterschiedlich; Bezeichnung nicht geschützt | nur approbierte Psychotherapeut:innen oder Ärzt:innen mit Fachkunde |
| Wer zahlt | Träger, Kommune, Kirche – oft kostenfrei oder nach Einkommen | in der Regel die Ratsuchenden selbst | gesetzliche oder private Krankenversicherung |
| Zugang | Anruf oder Online-Formular, kein Antrag | direkte Terminvereinbarung | psychotherapeutische Sprechstunde, dann Antrag |
Den Paarkontext insgesamt – Ablauf, Formate, Online-Varianten – behandeln wir unter Online-Paartherapie und Paarberatung. Ein Punkt gehört aber hierher: Beratung ersetzt keine Psychotherapie. Steht bei einer Person eine Erkrankung im Vordergrund – eine Depression, eine Angststörung, eine Suchtproblematik –, ist die individuelle Abklärung der erste Schritt, nicht das Paargespräch.
Vorab und wichtig: Wenn Gewalt im Spiel ist, ist gemeinsame Beratung der falsche Weg
Dieser Abschnitt steht bewusst weit vorn. Bei körperlicher, sexualisierter oder anhaltender psychischer Gewalt – auch bei Kontrolle, Drohungen oder finanzieller Abhängigkeit – ist ein gemeinsames Beratungsgespräch nicht das passende Setting.
Der Grund liegt in der Struktur des Gesprächs. Paarberatung setzt voraus, dass beide offen sprechen können und beide in gleicher Weise für das Ergebnis verantwortlich sind. In einer Gewaltbeziehung trifft beides nicht zu: Wer Angst vor den Folgen des Gesagten haben muss, kann nicht offen sprechen – und wer die Verantwortung für Gewalt in der gemeinsamen Dynamik verortet, verschiebt sie weg von der Person, die sie ausübt. Artikel 48 der Istanbul-Konvention, die für Deutschland seit dem 1. Februar 2018 gilt, verpflichtet die Vertragsstaaten, „verpflichtende alternative Streitbeilegungsverfahren, einschließlich Mediation und Schlichtung, wegen aller in den Geltungsbereich dieses Übereinkommens fallenden Formen von Gewalt zu verbieten".
Der richtige Weg führt über Stellen, die ausdrücklich auf der Seite der betroffenen Person arbeiten. Fachberatungsstellen bei Gewalt beraten kostenlos, meist ohne vorherige Anmeldung und auf Wunsch anonym – auch telefonisch oder online; zum Angebot gehören Informationen zu rechtlichen Schutzmöglichkeiten.
Anlaufstellen bei Gewalt in der Beziehung:
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen": 116 016 – kostenlos, 365 Tage im Jahr rund um die Uhr, Beratung in 18 Sprachen, dazu Online-Chat, Gebärdensprache und Leichte Sprache; vertraulich und auf Wunsch anonym.
Hilfetelefon „Gewalt an Männern": 0800 123 9900 – kostenlos, montags bis donnerstags 8 bis 20 Uhr, freitags 8 bis 15 Uhr, dazu Chat und Mailberatung; ohne Angabe von Namen oder Wohnort nutzbar.
Frauenhaus: Die Aufnahme ist rund um die Uhr und ohne Termin möglich, der Erstkontakt läuft in der Regel telefonisch, weil die Adressen aus Schutzgründen nicht öffentlich sind. Einen Überblick über freie und belegte Plätze gibt die Suche frauenhaus-suche.de der ZIF – Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser; sie ist nach eigenen Angaben noch nicht vollständig, und ein grün markierter Platz ist keine Zusage: „Aufnahme in einem grünen Haus ist möglich, kann aber nicht garantiert werden. Bitte telefonisch nachfragen." Die Beratung im Frauenhaus sowie davor und danach ist kostenfrei.
Bei unmittelbarer Gefahr: Polizei 110.
Seit dem 28. Februar 2025 ist das Gewalthilfegesetz in Kraft: Ab dem 1. Januar 2027 müssen die Länder ein bedarfsgerechtes Netz an Schutz- und Beratungseinrichtungen vorhalten, ab dem 1. Januar 2032 gilt ein individueller Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung – kostenfrei und unabhängig von Einkommen, Herkunft und Aufenthaltsstatus. Der Bund beteiligt sich ab 2027 über einen Zeitraum von zehn Jahren mit rund 2,6 Milliarden Euro.
Was kostet eine Eheberatung?
Die Antwort hängt daran, wer die Beratung trägt. Zwischen einer kirchlich getragenen Beratungsstelle und einer freien Praxis liegt bei vergleichbarer Gesprächslänge der Unterschied zwischen null Euro und einem dreistelligen Betrag pro Sitzung. Diese Seite beantwortet die Kostenfrage je Träger; die vollständige Preisübersicht über alle Wege – Beratungsstelle, Praxis vor Ort, Online-Programm – samt Rechenbeispielen und der steuerlichen Seite steht unter Was kostet eine Paartherapie?
| Wo | Was es kostet | Belegtes Beispiel |
|---|---|---|
| Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) | in der Regel kostenfrei, Spenden erbeten; die Konditionen setzt der jeweilige diözesane Träger | EFL im Erzbistum Köln: „Die Beratung ist für Sie kostenfrei." |
| Evangelische Beratungsstellen / Diakonie | je Stelle: kostenfrei, auf Spendenbasis oder nach Einkommen | Diakonie Augsburg, Online-Beratung: „anonym und kostenlos" |
| pro familia | meist Kostenbeteiligung nach Einkommen, an manchen Standorten kostenfrei | pro familia Karlsruhe: Einzelgespräch 50–60 Min. 35 €, Paargespräch 90 Min. 60 € |
| Kommunale Erziehungs- und Familienberatung | kostenfrei | Träger ist die Jugendhilfe; Rechtsgrundlage u. a. § 17 SGB VIII |
| Freiberufliche Praxis | Selbstzahler, Honorar frei vereinbart | keine Gebührenordnung, deshalb keine allgemeine Preisangabe möglich |
Wo Eheberatung wirklich kostenlos ist
Kostenfrei heißt hier nicht „erstes Gespräch gratis", sondern: die gesamte Beratung über alle Termine. Das gilt für die meisten EFL-Stellen, einen Teil der evangelischen Beratungsstellen und die kommunale Familienberatung. Finanziert wird das aus Kirchensteuern, öffentlichen Zuschüssen und Spenden – die Bitte um eine Spende am Ende ist üblich, aber freiwillig. Eine geringere Qualifikation bedeutet das nicht: Dort arbeiten Fachkräfte mit Hochschulabschluss und mehrjähriger Beratungsweiterbildung.
Zahlt die Krankenkasse eine Eheberatung?
Nein. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Psychotherapie als Behandlung einer diagnostizierten Erkrankung bei einer versicherten Person; die Partnerschaft ist kein Behandlungsgegenstand – online wie in der Praxis. Erstattungsfähig kann eine Einzelpsychotherapie sein, wenn bei einer Person eine behandlungsbedürftige Diagnose vorliegt; Beziehungsthemen lassen sich dort mitbearbeiten. Eine Ausnahme kennt die Psychotherapie-Richtlinie im Mehrpersonensetting der Systemischen Therapie (§ 4 Absatz 4 Nummer 3): Dort werden relevante Bezugspersonen – etwa der Partner oder die Partnerin – in die Behandlung einbezogen, behandelt wird aber weiterhin die erkrankte Person. Was das für die Kosten bedeutet, steht unter Was kostet eine Paartherapie?; der Weg zur Kassenleistung unter Zahlt die Krankenkasse Online-Therapie?, die Platzsuche unter Therapieplatz finden.
Eheberatung im katholischen Bereich: die EFL im Detail
Wer „Eheberatung Caritas" sucht, landet fast immer bei der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL). Über die Katholische Bundeskonferenz Ehe-, Familien- und Lebensberatung sind bundesweit über 300 EFL-Beratungsstellen zusammengeschlossen. Träger der einzelnen Stellen ist meist das jeweilige (Erz-)Bistum oder ein eigener Verein in der Diözese, an manchen Orten auch der örtliche Caritasverband – in Leipzig etwa ist die EFL zum Jahreswechsel 2024/25 vom Bistum Dresden-Meißen auf den Caritasverband übergegangen. „Caritas" und „EFL" sind also nicht dasselbe, führen für Ratsuchende aber zum gleichen Angebot.
Muss ich katholisch sein?
Nein – und das ist die Frage, die viele unnötig abhält. Die Bundeskonferenz formuliert es ausdrücklich: offen für alle, unabhängig von Weltanschauung, Herkunft, sexueller Identität und Konfession. Die EFL im Erzbistum Köln schreibt in ihren FAQ: „Alle erwachsenen Menschen können bei uns Beratung in Anspruch nehmen, unabhängig von der Religionszugehörigkeit oder Konfession." Auch gleichgeschlechtliche und queere Paare sind eingeschlossen; speziell auf queere Ratsuchende zugeschnittene Angebote stehen unter queere Online-Therapie. Eine Kirchenmitgliedschaft wird nicht geprüft, ein Glaubensgespräch nicht geführt, wenn du es nicht möchtest.
Wenn du umgekehrt gerade eine Begleitung suchst, in der Glaube vorkommen darf, findest du diese Angebote unter christliche Online-Therapie und Beratung.
Wer berät dort?
In den EFL-Stellen arbeiten Berater:innen mit einem psychologischen, pädagogischen oder theologischen Grundberuf. Alle haben zusätzlich eine mehrjährige Weiterbildung in Ehe-, Familien- und Lebensberatung oder eine vergleichbare psychotherapeutische Zusatzausbildung abgeschlossen.
Wie umfangreich das ist, zeigt der akademische Weg: Der Studiengang „Ehe-, Familien- und Lebensberatung (Master of Counseling)" an der Katholischen Hochschule NRW, betrieben mit den Erzbistümern Köln und Paderborn und dem Bistum Münster, dauert acht Semester berufsbegleitend und umfasst 120 ECTS-Punkte. Voraussetzung sind ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss – etwa Psychologie, Soziale Arbeit, Pädagogik, Theologie, Medizin oder Rechtswissenschaft –, ein Jahr Berufserfahrung und ein Praktikumsplatz in einer Beratungsstelle.
Ablauf, Kosten, Schweigepflicht – am Beispiel einer Diözese
Die über 300 EFL-Stellen haben eigenständige Träger, deshalb gibt es keine bundesweit einheitlichen Konditionen. Die folgenden Punkte beschreiben, wie die EFL im Erzbistum Köln arbeitet – andere Stellen können davon abweichen, der Zuschnitt ist aber typisch:
- Kosten: „Die Beratung ist für Sie kostenfrei." Spenden sind willkommen, aber freiwillig.
- Alter: Beratung ab 18 Jahren.
- Gesprächslänge: Einzelgespräche etwa 50 Minuten, Paar- und Familiengespräche etwa 90 Minuten.
- Frequenz: anfangs häufig alle 14 Tage, später mit größeren Abständen.
- Schweigepflicht: „Die Inhalte der Gespräche unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht."
- Allein kommen: ausdrücklich möglich, auch bei Paarthemen – wenn der oder die Partner:in nicht mitkommen möchte, ist man „herzlich eingeladen, allein zur Beratung zu kommen".
- Formate: vor Ort, telefonisch und digital – die Beratungsstellensuche filtert nach Mail, Chat, Telefon und Video.
Ergänzend betreibt die Caritas eine bundesweite Online-Beratung mit rund 20 Themenbereichen, darunter Paarberatung – nach eigenen Angaben kostenlos und auf Wunsch anonym, mit Antwort auf Erstanfragen „in der Regel innerhalb von zwei Werktagen". Das ist der niedrigschwelligste Einstieg, wenn du erst einmal schreiben und nicht sprechen möchtest.
Eheberatung bei der Diakonie und in evangelischen Beratungsstellen
Die evangelische Seite ist über die Evangelische Konferenz für Familien- und Lebensberatung (EKFuL) organisiert, den Fachverband für psychologische Beratung im Bereich der Diakonie. Die EKFuL beschreibt sich als „bundesweites Netzwerk von Fachkräften in ca. 700 Beratungsstellen"; ihr Beratungsstellenverzeichnis nennt über 650 Standorte psychologischer Beratungsstellen in evangelischer Trägerschaft. Das Verzeichnis unterscheidet drei Felder:
- Ehe-, Partnerschafts- und Lebensberatung – das Feld, das „Eheberatung Diakonie" meint.
- Erziehungs- und Familienberatung – für Konflikte rund um Kinder.
- Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung.
Viele Stellen führen alle drei Felder unter einem Dach; ein Anruf genügt zur Zuordnung. Die Berater:innen haben ein Hochschulstudium in Psychologie, Sozialpädagogik, Sozialer Arbeit, Theologie oder Pädagogik und darauf aufbauende Beratungsqualifikationen, teils psychotherapeutische Zusatzausbildungen.
Online-Beratung: schriftlich, oft ohne Namen
Viele evangelische Stellen bieten neben dem persönlichen Kontakt eine schriftliche Online-Beratung an, die über ein geschütztes Webmail-System des gemeinsamen Verbandsportals läuft. Ein belegtes Beispiel ist die Evangelische Beratungsstelle der Diakonie Augsburg: Die Beratung ist dort „anonym und kostenlos", zu den Themen gehören ausdrücklich Ehe- und Partnerschaftsfragen, die Anfrage lässt sich „zu jeder Tages- und Nachtzeit" schreiben, und eine Antwort kommt „innerhalb von zwei Arbeitstagen". Ob deine Stelle das anbietet, steht auf ihrer Seite im Verzeichnis.
Kosten auf der evangelischen Seite
Hier ist das Bild weniger einheitlich als bei der EFL, weil jeder Landesverband und jeder Träger selbst entscheidet. Manche Stellen beraten kostenfrei oder auf Spendenbasis, andere erheben für Paar-, Familien- und Einzelberatung eine einkommensabhängige Kostenbeteiligung, während Trauer-, Sozial- und Kurzberatung kostenfrei bleiben. Frag beim ersten Anruf danach – eine bundesweit einheitliche Regel gibt es nicht.
pro familia, kommunale und überkonfessionelle Stellen
pro familia berät zu Partnerschaft, Sexualität und Familienplanung und bietet an vielen Standorten Paar- und Sexualberatung. Die Kosten setzen die Stellen selbst fest, meist am Einkommen ausgerichtet. Belegtes Beispiel Karlsruhe: Einzelgespräch von 50 bis 60 Minuten 35 Euro, Paargespräch von 90 Minuten 60 Euro, Schwangerschaftsberatung kostenlos – dazu der Satz „Wir versuchen jede Beratung möglich zu machen." An anderen Standorten ist die Paarberatung kostenfrei; der Blick auf die Seite der Stelle in deiner Nähe lohnt deshalb mehr als jede allgemeine Preisangabe.
Kommunale Familien- und Erziehungsberatung ist der oft übersehene Weg, besonders wenn Kinder im Haushalt leben. Mütter und Väter, die für ein Kind sorgen, haben nach § 17 SGB VIII einen Anspruch auf Beratung in Fragen der Partnerschaft – ohne Antrag, ohne Diagnose und ohne Eigenanteil. Kinderlose Paare haben diesen Anspruch nicht; für sie sind die Trägerangebote die tragende Säule. Warum diese Beratung nichts kostet und was daraus für kinderlose Paare folgt, steht unter Paartherapie-Kosten.
Trägerneutral suchen lässt sich über den Beratungsführer der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (DAJEB), eines 1949 gegründeten, überkonfessionellen Vereins: zum 1. September 2026 14.119 Beratungsstellen mit kostenfreier und qualifizierter Beratung. Für Familien mit Kindern kommt die bke-Onlineberatung hinzu – anonym und kostenfrei, für Jugendliche von 14 bis 21 Jahren und Eltern von Kindern bis 21, seit 2005 von den Jugend- und Familienministerien der 16 Bundesländer gefördert.
| Träger | Kosten | Konfession nötig? | Online möglich? | Zugang |
|---|---|---|---|---|
| Katholische EFL (über 300 Stellen, Träger meist das Bistum) | kostenlos, Spende erbeten | nein, offen für alle | ja – Mail, Chat, Telefon, Video | Anruf bei der Stelle oder Online-Beratung der Caritas |
| Evangelische Stellen / EKFuL (nach Verbandsangaben ca. 700, Verzeichnis über 650 Standorte) | je Stelle: kostenfrei, Spende oder nach Einkommen | nein, offen für alle | vielfach – schriftlich über das Verbandsportal | Verzeichnissuche, dann Anruf |
| pro familia | meist einkommensabhängig, teils kostenfrei | nein | je Standort | Anruf oder Terminanfrage |
| Kommunale Familienberatung | kostenfrei | nein | teils, dazu bke-Onlineberatung | Jugendamt oder Stelle direkt |
| Private Online-Anbieter | Selbstzahler, pro Sitzung oder als Programm | nein | ja, ausschließlich | Registrierung, kaum Wartezeit |
Wie eine Eheberatung abläuft
Der Ablauf ist bei den Trägern ähnlich – und unaufgeregter, als viele erwarten.
- Anmeldung. Anruf oder Online-Formular. Keine Überweisung, kein Antrag, keine Diagnose. Gefragt wird nach dem Anliegen in einem oder zwei Sätzen und danach, ob ihr als Paar oder eine Person allein kommt.
- Wartezeit. Sie hängt von Stelle und Region ab und ist nicht bundesweit erhoben. Zwei Dinge helfen: nach Vormittagsterminen fragen, die häufig freier sind, und mehrere Stellen parallel anfragen – bei kostenfreien Angeboten ohne Nachteil.
- Erstgespräch. Klärung, worum es geht und ob die Stelle der richtige Ort ist. Auch „hier passt etwas anderes besser" ist ein Ergebnis – dann bekommst du eine Weiterverweisung. Frag hier direkt nach den Kosten: Ob eine Stelle kostenfrei berät, auf Spendenbasis arbeitet oder einen einkommensabhängigen Beitrag erhebt, entscheidet jeder Träger selbst, und die Antwort steht selten vollständig auf der Website.
- Arbeitsphase. Paargespräche von etwa 90 Minuten, anfangs oft im Zwei-Wochen-Takt, später mit größeren Abständen, dazwischen Beobachtungsaufgaben oder Gesprächsübungen.
- Abschluss. Festhalten, was sich verändert hat und woran ihr weiterarbeitet. Ein Wiederkommen nach Monaten ist üblich.
Wie viele Termine? Eine feste Zahl gibt es nicht, weil Beratung nicht kontingentiert ist wie eine Kassentherapie. Für klar umgrenzte Anliegen genügen häufig wenige Termine; bei länger gewachsenen Konflikten zieht es sich über Monate.
Allein zur Eheberatung – ist das sinnvoll?
Ja – und die Träger halten diesen Weg ausdrücklich offen. Die EFL im Erzbistum Köln schreibt für den Fall, dass der oder die Partner:in nicht mitkommen möchte: „Die Teilnahme an der Beratung sollte stets freiwillig und aus eigener Motivation erfolgen. Möchte Ihr oder Ihre Partner:in nicht an einer Paarberatung teilnehmen, so sind Sie herzlich eingeladen, allein zur Beratung zu kommen und über Ihre Beziehung oder Ihre Selbstfürsorge zu sprechen." Bei kostenfreien Trägerangeboten kostet dieser Einstieg nichts – auch dann nicht, wenn später doch ein Paargespräch daraus wird.
Zwei Punkte sind hier entscheidend. Erstens: Geht es um Gewalt oder Kontrolle, ist Einzelberatung das einzige verantwortbare Setting – und zwar bei einer Fachberatungsstelle, nicht in der Paarberatung (siehe den Hinweisblock oben). Zweitens: Was Einzelberatung nicht leisten kann, ist die andere Person zu überzeugen. Wer jemanden über die Beratung zum Bleiben bringen will, wird enttäuscht. Warum ein Setting mit nur einer Person überhaupt tragfähig ist, ordnen wir unter Online-Paartherapie und Paarberatung ein.
Wann Eheberatung nicht ausreicht
Drei Situationen, in denen ein anderer Weg der passendere ist:
Eine psychische Erkrankung steht im Vordergrund
Wenn anhaltende Niedergeschlagenheit, eine Angstsymptomatik, Erschöpfung bis zur Arbeitsunfähigkeit oder eine Suchtproblematik das Beziehungsgeschehen bestimmt, arbeitet Paarberatung an der falschen Stelle. Der erste Schritt ist die individuelle Abklärung über die psychotherapeutische Sprechstunde – siehe Therapieplatz finden sowie unsere Einordnungen zu Depressionen und Burnout.
Die Trennung ist entschieden
Dann geht es nicht mehr um die Beziehung, sondern um die Gestaltung des Auseinandergehens: Umgang, Betreuung, Wohnen, Geld. Für Eltern ist dieser Weg im Gesetz vorgesehen. Nach § 17 Absatz 2 SGB VIII werden sie bei Trennung und Scheidung – unter angemessener Beteiligung des betroffenen Kindes oder Jugendlichen – bei der Entwicklung eines einvernehmlichen Konzepts für die Wahrnehmung der elterlichen Sorge und der elterlichen Verantwortung unterstützt; dieses Konzept kann nach dem Gesetzestext „auch als Grundlage für einen Vergleich oder eine gerichtliche Entscheidung im familiengerichtlichen Verfahren dienen". Nach Absatz 3 teilen die Gerichte dem Jugendamt die Rechtshängigkeit von Scheidungssachen mit, wenn gemeinschaftliche minderjährige Kinder vorhanden sind. Trennungsberatung ist damit ein eigenes Angebot – kein gescheiterter Rest der Eheberatung. Wie eine Trennungsbegleitung abläuft, steht unter Online-Paarberatung und Paartherapie.
Es besteht eine Gefährdung
Gewalt, Drohungen, Stalking, Kontrolle über Geld oder Dokumente: Dafür sind die Fachberatungsstellen und Hilfetelefone zuständig, nicht die Paarberatung. Siehe den Hinweisblock weiter oben.
Online-Eheberatung: die privaten Angebote und ihre Preise
Neben den Trägerangeboten gibt es kommerzielle Plattformen – Selbstzahlerleistungen, keine Kassenleistung. Sie unterscheiden sich in einem Punkt: begleitete Gespräche mit einer Fachkraft auf der einen Seite, strukturierte Selbstlernprogramme auf der anderen. Ihr Vorteil ist die Verfügbarkeit – kein Anruf zur Bürozeit, kaum Wartezeit, Termine auch abends. Ihr Nachteil ist der Preis. Die folgende Einordnung beruht auf einer redaktionellen Auswertung öffentlich zugänglicher Anbieterangaben nach unserer Bewertungsmethodik.
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1PaarBalance ★★★★★
- Ohne Termine und ohne Wartezeit
- Deutschsprachig
- Kostenfreie Erstanalyse laut Anbieter
-
2Instahelp ★★★★★
- Kein Abo, Buchung pro Sitzung
- Deutschsprachig
- Video, Telefon oder Livechat
Englischsprachige Plattformen
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Zwei international ausgerichtete Angebote tauchen in Suchergebnissen regelmäßig auf. ReGain ist eine Paarberatung und arbeitet mit Nachrichtenaustausch und Live-Sitzungen; laut Anbieter-FAQ kostet sie 45 bis 90 Euro pro Woche, abhängig von Standort, Präferenzen und Verfügbarkeit der Fachkraft (Stand September 2026). Das Angebot ist englischsprachig. BetterHelp vermittelt Beratung, nach Anbieterangaben auch mit deutschsprachigen Berater:innen; laut Anbieter-FAQ ebenfalls 45 bis 90 Euro pro Woche, und die Zuordnung zu einer Fachkraft dauert nach Anbieterangaben einige Stunden bis einige Tage. Beides ist Counseling, also Beratung, und kein Richtlinienverfahren nach deutschem Recht. Mehr dazu in unseren Berichten zu ReGain und BetterHelp.
Für eine deutschsprachige Eheberatung sind diese Angebote selten die erste Wahl: Abgerechnet wird nach Anbieterangaben wochenweise statt pro Sitzung, und eine Kassenleistung ist beides nicht. Die Beratung bei EFL, Diakonie, pro familia und kommunaler Familienberatung ist deutschsprachig, kostenfrei oder einkommensabhängig, und die Berater:innen dort haben einen Hochschulabschluss mit mehrjähriger Beratungsweiterbildung.
Worauf du bei der Auswahl achten kannst
Qualifikation statt Etikett: „Eheberater", „Beziehungscoach" und „Paarexperte" sind keine geschützten Bezeichnungen – geschützt sind allein „Psychotherapeut" und „Psychotherapeutin" (Abgrenzung von Psychotherapie, Beratung und Coaching). Frag nach Grundberuf und Beratungsweiterbildung. Und benenne das Ziel: „Weniger streiten", „entscheiden, ob wir bleiben", „uns fair trennen" sind drei verschiedene Aufträge. Bleibt nach zwei oder drei Terminen das Gefühl, nicht verstanden zu werden, ist ein Wechsel legitim.
Wichtiger Hinweis: Eheberatung ist Beratung und ersetzt keine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung; die hier genannten privaten Online-Angebote sind kein Notfalldienst. Bei akuten Krisen oder Suizidgedanken hol dir bitte sofort Unterstützung: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr), ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, im Notfall 112. Bei Gewalt in der Beziehung: Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" 116 016, Hilfetelefon „Gewalt an Männern" 0800 123 9900, bei unmittelbarer Gefahr Polizei 110.
Häufige Fragen zur Eheberatung
Was kostet eine Eheberatung?
Das hängt am Träger. Bei der katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung ist sie in der Regel kostenfrei – die EFL im Erzbistum Köln etwa schreibt: „Die Beratung ist für Sie kostenfrei." Spenden sind willkommen, aber freiwillig. Evangelische Stellen beraten teils kostenfrei oder auf Spendenbasis, teils gegen einen einkommensabhängigen Beitrag. Bei pro familia ist eine Kostenbeteiligung üblich – in Karlsruhe 35 € für ein Einzelgespräch und 60 € für ein Paargespräch. Kommunale Familienberatung ist kostenfrei, freie Praxen legen ihr Honorar selbst fest. Die vollständige Preisübersicht mit Rechenbeispielen steht unter Was kostet eine Paartherapie?
Wo ist Eheberatung kostenlos?
Vollständig kostenfrei – nicht nur im Erstgespräch – ist sie bei den meisten EFL-Stellen, bei einem Teil der evangelischen Beratungsstellen, in der kommunalen Familien- und Erziehungsberatung sowie in der Online-Beratung der Caritas. Trägerneutral suchen lässt sich über den DAJEB-Beratungsführer mit 14.119 Beratungsstellen (Stand 1. September 2026).
Muss ich katholisch sein, um zur Eheberatung der Caritas zu gehen?
Nein. Die Katholische Bundeskonferenz Ehe-, Familien- und Lebensberatung formuliert es ausdrücklich: offen für alle, unabhängig von Weltanschauung, Herkunft, sexueller Identität und Konfession. Die EFL im Erzbistum Köln schreibt: „Alle erwachsenen Menschen können bei uns Beratung in Anspruch nehmen, unabhängig von der Religionszugehörigkeit oder Konfession." Eine Kirchenmitgliedschaft wird nicht geprüft.
Wie finde ich eine Eheberatung der Diakonie?
Über die Evangelische Konferenz für Familien- und Lebensberatung (EKFuL), den Fachverband für psychologische Beratung im Bereich der Diakonie; ihr Beratungsstellenverzeichnis nennt über 650 Standorte in evangelischer Trägerschaft. Im Verzeichnis wählst du das Feld „Ehe-, Partnerschafts- und Lebensberatung" und deinen Ort. Viele Stellen bieten zusätzlich eine schriftliche Online-Beratung über das gemeinsame Verbandsportal an.
Was ist der Unterschied zwischen Eheberatung und Paartherapie?
Eheberatung ist Beratung: kein Krankheitsbezug, keine Diagnose, häufig kürzer angelegt und meist von Trägern finanziert. Paartherapie arbeitet tiefer an emotionalen Mustern und wird in der Regel privat bezahlt. Beides ist keine Kassenleistung. Den Paarkontext insgesamt behandeln wir unter Online-Paartherapie und Paarberatung, die Preise unter Was kostet eine Paartherapie?
Zahlt die Krankenkasse eine Eheberatung?
Nein. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Psychotherapie als Behandlung einer diagnostizierten Erkrankung, nicht die Arbeit an einer Partnerschaft. Liegt bei einer Person eine behandlungsbedürftige Diagnose vor, kann eine Einzelpsychotherapie erstattungsfähig sein; im Mehrpersonensetting der Systemischen Therapie können Bezugspersonen einbezogen werden, behandelt wird aber weiterhin die erkrankte Person. Details unter Kostenerstattung bei Online-Therapie und Was kostet eine Paartherapie?
Kann ich allein zur Eheberatung gehen?
Ja. Die EFL im Erzbistum Köln lädt ausdrücklich dazu ein, allein zu kommen, wenn der oder die Partner:in nicht an einer Paarberatung teilnehmen möchte. Bei kostenfreien Trägerangeboten kostet dieser Einstieg nichts. Zwingend ist das Einzelsetting, wenn Gewalt oder Kontrolle im Spiel sind – dann bei einer Fachberatungsstelle.
Geht Eheberatung auch online oder am Telefon?
Ja. Die katholische Beratungsstellensuche filtert nach Mail, Chat, Telefon und Video; die Caritas betreibt zusätzlich eine bundesweite Online-Beratung, kostenlos und auf Wunsch anonym, mit Antwort in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Auf evangelischer Seite läuft die schriftliche Beratung über das gemeinsame Verbandsportal – bei der Diakonie Augsburg etwa „anonym und kostenlos" mit Antwort „innerhalb von zwei Arbeitstagen".
Ist Eheberatung bei Gewalt in der Beziehung sinnvoll?
Nein. Bei körperlicher, sexualisierter oder anhaltender psychischer Gewalt, bei Drohungen oder Kontrolle ist ein gemeinsames Gespräch nicht das passende Setting – offen sprechen ist dort nicht gefahrlos möglich. Artikel 48 der Istanbul-Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten sogar, verpflichtende alternative Streitbeilegungsverfahren einschließlich Mediation und Schlichtung bei allen erfassten Gewaltformen zu verbieten. Zuständig sind Fachberatungsstellen sowie die Hilfetelefone 116 016 und 0800 123 9900; bei unmittelbarer Gefahr die Polizei unter 110.
Quellen
- Statistisches Bundesamt: Scheidungen und Eheschließungen 2025 – Scheidungszahl, Ehedauer, betroffene minderjährige Kinder.
- Katholische Bundeskonferenz Ehe-, Familien- und Lebensberatung: Die KBKEFL und Beratungsstellensuche – über 300 Stellen, Qualifikation, Offenheit unabhängig von Konfession, Beratungsformate; Beauftragte der Stellen kommen aus den (Erz-)Bistümern, Rechtsträger der Bundeskonferenz ist die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Telefonseelsorge und Offene Tür e.V.
- Bistum Dresden-Meißen: EFL Leipzig in Trägerschaft der Caritas – Beispiel für den Wechsel der Trägerschaft vom Bistum auf einen örtlichen Caritasverband zum Jahreswechsel 2024/25.
- EFL im Erzbistum Köln: FAQ – „Die Beratung ist für Sie kostenfrei." samt Spendenhinweis, Beratung ab 18 Jahren, Gesprächsdauer 50 bzw. 90 Minuten, 14-tägige Frequenz am Anfang, gesetzliche Schweigepflicht, Einladung, bei Paarthemen allein zu kommen. Die Angaben gelten für diese Diözese, nicht bundesweit.
- Katholische Hochschule NRW: EFL (Master of Counseling) – acht Semester, 120 ECTS, Zugangsvoraussetzungen.
- Caritas: Online-Beratung – kostenlos und anonym nutzbar, Themenbereiche einschließlich Paarberatung, Antwortzeit von zwei Werktagen.
- EKFuL: Startseite – „bundesweites Netzwerk von Fachkräften in ca. 700 Beratungsstellen", Fachverband im Bereich der Diakonie; Beratungsstellenverzeichnis – „In Deutschland gibt es an über 650 Standorten Psychologische Beratungsstellen in evangelischer Trägerschaft", drei Beratungsfelder.
- Diakonie Augsburg: Psychologische Online-Beratung – „anonym und kostenlos", geschütztes Webmail-System, Ehe- und Partnerschaftsfragen, Antwort innerhalb von zwei Arbeitstagen.
- pro familia Karlsruhe: Kosten – 35 € Einzelgespräch, 60 € Paargespräch, kostenfreie Angebote.
- Bundesamt für Justiz: § 17 SGB VIII – Beratungsanspruch für Mütter und Väter, die für ein Kind sorgen (Abs. 1), einvernehmliches Konzept für die Wahrnehmung der elterlichen Sorge und Verantwortung als Grundlage für einen Vergleich oder eine gerichtliche Entscheidung im familiengerichtlichen Verfahren (Abs. 2), Mitteilung der Gerichte an das Jugendamt (Abs. 3).
- Gemeinsamer Bundesausschuss: Psychotherapie-Richtlinie – Mehrpersonensetting der Systemischen Therapie (§ 4 Abs. 4 Nr. 3), Einbeziehung relevanter Bezugspersonen (§ 9).
- DAJEB: Beratungsführer online – 14.119 Beratungsstellen mit kostenfreier und qualifizierter Beratung, Stand 1. September 2026.
- Bundeskonferenz für Erziehungsberatung: bke-Onlineberatung – anonym und kostenfrei, Altersgrenzen, Förderung durch die 16 Bundesländer seit 2005.
- Deutsches Institut für Menschenrechte: Häusliche Gewalt im Umgangs- und Sorgerecht – Wortlaut des Artikels 48 der Istanbul-Konvention.
- Bundesfamilienministerium: Gewalthilfegesetz – Inkrafttreten 28. Februar 2025, Länderpflicht ab 2027, Rechtsanspruch ab 2032, Bundesmittel von etwa 2,6 Milliarden Euro „ab 2027 über einen zehnjährigen Zeitraum".
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 – kostenfrei, rund um die Uhr, 18 Sprachen, Chat und Gebärdensprache.
- Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800 123 9900 – kostenfrei, Erreichbarkeitszeiten, Chat- und Mailberatung.
- Frauenhauskoordinierung: Frauenhäuser und Fachberatungsstellen – Aufnahme rund um die Uhr ohne Termin; Beratung „kostenlos", „meist ohne vorherige Anmeldung möglich", „per Telefon oder als Online-Beratung, auf Wunsch auch anonym".
- ZIF – Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser: frauenhaus-suche.de – Betreiberin der Platzsuche, eigener Hinweis auf noch nicht vollständige Erfassung und darauf, dass die Aufnahme in einem grün markierten Haus nicht garantiert werden kann.
- Instahelp: Preise und Fragen und Antworten – Erstgespräch 30 Minuten 49 €, Standardsitzung 59 € (30 Min.) bzw. 89 € (50 Min.), Paarsitzung 75 Minuten 159 €, kein Abo; Fachkräfte als „erfahrene Klinische- und Gesundheitspsycholog:innen sowie psychologische Psychotherapeut:innen" mit „mindestens 3 Jahren Berufserfahrungen"; Angabe „400+ Top-Psycholog:innen" auf instahelp.me. Instahelp ist auf dieser Seite auch über einen Affiliate-Link eingebunden.
- PaarBalance: Anbieterseite – Entwicklung unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ludwig Schindler und Dr. Judith Gastner, Untersuchung in kontrollierten Studien mit den Universitäten Bamberg und Bern, Preise Standard 59 € pro Monat, Premium 149 € für 3 Monate, Deluxe 499 € einmalig (abgerufen September 2026). PaarBalance ist auf dieser Seite auch über einen Affiliate-Link eingebunden.
- ReGain: Anbieter-FAQ (regain.us/faq), aus Deutschland abgerufen im September 2026 – Kostenangabe von 45 bis 90 Euro pro Woche, abhängig von Standort, Zugangsweg, Präferenzen und Verfügbarkeit der Fachkraft. Auf einen direkten Verweis verzichten wir hier, weil das Angebot auf dieser Seite über einen Affiliate-Link eingebunden ist.
- BetterHelp: Anbieter-FAQ (betterhelp.com/faq), abgerufen im September 2026 – Preisangabe von 45 bis 90 € pro Woche, Dauer der Zuordnung zu einer Fachkraft „a few hours or a few days"; weitere Anbieterangaben in unserem BetterHelp-Bericht. Auch dieses Angebot ist auf dieser Seite über einen Affiliate-Link eingebunden.
Dieser Artikel gibt den Stand von September 2026 wieder und ersetzt keine individuelle Beratung. Preise und Konditionen der Beratungsstellen können sich ändern – maßgeblich sind die Angaben der Stelle in deiner Nähe.